Wie wirkt sich elektrische Stimulation auf Knochenzellen bis in ihre kleinsten Strukturen aus? Ein neues konfokales Mikroskop am Institut für Zellbiologie der Universitätsmedizin Rostock eröffnet erweiterte Möglichkeiten, dieser Frage nachzugehen. Die Anschaffung wurde durch die Bewilligung eines Großgeräteantrags durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ermöglicht.
Die Initiative für den Antrag ging von Dr. Susanne Stählke und Dr. Henrike Rebl, beide vom Institut für Zellbiologie, aus. Gemeinsam mit den Teilprojekten A03, C01, C02, C03 und C04 des Sonderforschungsbereichs 1270 ELAINE an der Universitätsmedizin Rostock und der Universität Rostock wurde der Antrag ausgearbeitet. An der Antragstellung waren außerdem PD Dr. Nadja Engel (Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie), Prof. Dr. Rüdiger Köhling (Oscar-Langendorff-Institut für Physiologie), Dr. Mareike Fauser (Klinik und Poliklinik für Neurologie), PD Dr. Anika Jonitz-Heincke (Orthopädische Klinik und Poliklinik) sowie Prof. Dr. Sylvia Speller (Institut für Physik) beteiligt.
Das neue Mikroskop ermöglicht hochauflösende Aufnahmen zellulärer Strukturen. Dadurch lassen sich die Auswirkungen elektrischer Stimulation auf Knochenzellen detaillierter untersuchen und Prozesse auf subzellulärer Ebene besser analysieren. Die neue Technologie erweitert damit die Möglichkeiten, zelluläre Reaktionen auf elektrische Reize zu erforschen.
Die Nutzung des Geräts ist nicht auf den SFB 1270 ELAINE beschränkt. Auch andere Forschungsverbünde, darunter der Sonderforschungsbereich 2901 SYLOBIO, können auf die neue Infrastruktur zurückgreifen. Das Mikroskop stärkt somit die Forschungsbedingungen am Standort Rostock und schafft neue Möglichkeiten für interdisziplinäre Zusammenarbeit.


